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Musikerziehung beeinflusst Kinder sehr positiv
Die schnellste Entwicklung stellte sich im Bereich der Sozialkompetenz heraus

Musik macht Kinder intelligenter und sozial kompetenter. Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie des Frankfurter Musikpädagogen Prof. Hans Günther Bastian an mehreren Berliner Grundschulen. In musikbetonten Grundschulen ist die Zahl von völlig ausgegrenzten Schülern nachweislich geringer. Umgekehrt ist der Anteil der Kinder, die keine einzige Ablehnung von ihren Klassenkameraden erhalten ("Den Schüler mag ich nicht"), sensationell hoch, doppelt so hoch wie an den konventionellen Schulen.

Kinder mit Musikerziehung verfügen über Vorteile in ihrer sozialen Urteilsfähigkeit, sie sind besser in der Lage, aus Erfahrungen zu lernen und Situationen des Alltags adäquat zu erfassen und zu beurteilen. Bereits bei sechs bis sieben Jahre alten Kindern stellte die Forschungsgruppe einen monoton-steigenden Zusammenhang zwischen musikalischer Begabung und Intelligenz fest - der IQ-Wert steigt mit zunehmender Musikalität.

Damit werden frühere Forschungsergebnisse bestätigt, die einen Zusammenhang von Musikalität und Intelligenz in den Randbereichen der Streuung des Intelligenzniveaus konstatieren. Mehrjährige "erweiterte" Musikerziehung führt nachweisbar bei Kindern aus musikbetonten Grundschulen zu einem signifikanten IQ-Zugewinn. Sozial benachteiligte und in ihrer kognitiven Entwicklung wenig geförderte Kinder profitieren eindeutig von einer "erweiterten" Musikerziehung.

"Nach vier bis fünf Jahren zeichnete sich für die Modellschulkinder die Steigerung des IQ-Wertes auf einen Wert von über 110 ab. Das ist ein sehr hoher Wert, bedenkt man die soziale Herkunft der Kinder, die aus sozialen Milieus kommen, die eher benachteiligt sind. Das war erstaunlich, denn dieser Wert wurde so nicht für die Kontrollschulen ohne Musik festgestellt", so Prof. Hans Günther Bastian.

Verstärkte Musikerziehung hilft vor allem Schülern mit hohen Konzentrationsdefiziten. Kreativität und Leistungsvermögen steigen bei Kindern aus musikbetonten Grundschulen signifikant. Positive Transfereffekte für die Persönlichkeitsbildung sind somit eindeutig nachzuweisen. In den Schulen, in denen Musizieren angeboten wird, gab es keinen Vandalismus und bedeutend weniger Gewalt und Unruhe. Musikbetonte Erziehung bedeutet zusätzliche Zeitinvestition. Doch der vermehrte Zeitaufwand geht ganz eindeutig nicht zulasten der allgemeinen schulischen Leistungen.

Zu keinem Zeitpunkt der Studie waren die Leistungen der Kinder aus der musikbetonten Grundschule in den "Hauptfächern" schlechter als in der konventionellen Grundschule. Der prozentuale Anteil der Kinder mit überdurchschnittlich guten Leistungen ist in der musikbetonten Grundschule sogar oft höher als in der herkömmlichen Grundschule. Dies gilt für die Fächer Mathematik, Deutsch, Englisch.

Prof. Bastian zieht aus seiner Studie eindeutige Konsequenzen: "Unsere Ergebnisse und Erkenntnisse verlangen eine engagiertere Kultur-, Bildungs- und Schulpolitik, die in unseren allgemein bildenden Schulen das Fach Musik vom Rand in die Mitte rücken". Er fordert, dass in allen Bundesländern die Grundschüler die Chance erhalten, neben einem mindestens zweistündigen Musikunterricht in der Schule ein Instrument zu erlernen und in einem Ensemble zu musizieren. Die Vorteile liegen für ihn auf der Hand: Kreativität, Konzentration, Teamfähigkeit, Extraversion, emotionale Stabilität und Intelligenz werden eindeutig durch verstärkte musikalische Erziehung verbessert.

Diese für ihn teils sensationellen Ergebnisse seiner vom Bundesministerium für Bildung und Forschung maßgeblich unterstützten Studie müssten bei den für die Bildungspolitik Verantwortlichen künftig Gehör finden. Die Schüler der Berliner Fritzlar-Homberg-Grundschule stammen aus 26 verschiedenen Nationen. Die Umgebung der Schule in Berlin-Mitte ist einer der Armutskietze Berlins und ein krimineller Brennpunkt. Manche Kinder leben hier mit ihren Familien auf engstem Raum. Nicht selten teilen sich über zehn Personen eine Drei-Zimmer-Wohnung.

Rund 90 Prozent der Schüler sprechen zu Hause kein Deutsch. Die Schüler der Fritzlar-Homberg-Schule sind ausgesprochen aggressiv und weisen ein sehr hohes Gewaltpotenzial auf. Die Lehrer dort sollen die Kinder zu glücklichen, vielseitigen und sozialverträglichen Persönlichkeiten zu erziehen. Dabei rückt das Schulorchester in den pädagogischen Mittelpunkt. Zweimal in der Woche kommen die Kinder nachmittags zum Üben in die Schule. Ihre Arbeit im Schulorchester beurteilen sie selbst.

Dabei verbindet die Musik Kinder verschiedenster Sprachen miteinander. In der zweiten Klasse lernen alle Kinder zunächst einmal Blockflöte. Am Ende des Schuljahres dürfen sie sich ein anderes Instrument aussuchen. Zur Auswahl stehen dann Geige, Gitarre und Saxophon.

Obwohl für das Schulorchester regelmäßiges Üben zu Hause und zusätzlichen Unterricht bedeutet, wird das Musikangebot von drei Viertel der Schüler genutzt. Dort zählt nicht der, der zuschlagen kann, sondern der, der gut spielt. Um vor Publikum eventuell sogar als Solist aufzutreten, braucht man viel Mut. Das Musizieren und der Applaus stärkt das Selbstvertrauen der Kinder. Mit der Musik haben die Kinder eine gemeinsame Sprache, mit der sie Freude, Wut und Trauer ausdrücken können. Außerdem lernen sie durch die Musik eine größere Frustrationstoleranz.

Sie lernen auch dann an einer Sache dranzubleiben, wenn sie nicht sofort klappt. Und auch das ist eine wichtige Grundvoraussetzung für alle Tätigkeiten. Darüber hinaus fördert Musizieren die Konzentration und wirkt sich auf die gesprochene Sprache aus. Die Kinder können sich besser ausdrücken und verfügen über einen größeren Wortschatz. Auch das Gehirn wird durch Musik trainiert. Während die linke Hirnhälfte für Rhythmus und Takt zuständig ist, weiß die rechte um Melodien und Harmonien.

Die Untersuchung fand in den Jahren 1992 bis 1998 als Langzeitstudie an Berliner Grundschulen mit musikbetonten Zügen (zweistündiger Musikunterricht, Erlernen eines Instruments, Musizieren im Ensemble) und an zwei Vergleichsschulen mit konventionellem einstündigen Musikunterricht statt.




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