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Der „Kontrabass“ der Blechbläser
keine Info Rudi Göpfert (ehemals Unterpleichfeld) unterrichtet vor allem Jungen im Tuba spielen

Wichtiger noch: Es war auch Liebe beim ersten Ton. Denn als der Elfjährige damals zum ersten Mal in sein neues Instrument hineinblies, klang das „einfach toll“. Ganz anders als zuvor das Bariton, das er ein halbes Jahr lang gespielt und dann frustriert an den Musikverein zurückgegeben hatte. Und vor allem ganz anders als die Blockflöte, die ihm seine wohl meinende Oma zur Kommunion geschenkt hatte, nachdem er mit neun Jahren erklärt hatte, dass er gern ein Instrument lernen würde.

Mit der Flöte war er schnell fertig

„Die Flöte hat am Anfang nur schrill gepfiffen, weil ich zu kräftig geblasen habe“, sagt Ruthard Göpfert, „und das hat mich total geärgert.“ Seine Oma hat ihm dann vorgemacht, wie dieses Instrument zu spielen ist. Sacht hineinhauchen sollte er, mit gespitzten Lippen, ähnlich wie man an eine Fensterscheibe hinhauchen würde. Geschafft habe er das schließlich schon, die Flöte danach aber trotzdem nicht mehr angefasst. Im Nachhinein amüsiert es ihn, dass er schließlich vom kleinsten ausgerechnet ans größte Blasinstrument geraten sei.

„Bei der Tuba muss man kräftig blasen können“, erklärt der Berufsmusiker. Das glaubt ihm angesichts der Größe dieses Instruments auch jeder Laie. Wer sich mit Blasinstrumenten nicht so besonders gut auskennt, wird trotzdem immer die Tuba erkennen. Aus einem Blasorchester ragt sie einfach heraus. Der Schallbecher einer Basstuba kann einen Durchmesser von einem halben Meter haben, und ihr Rohr wäre - wenn man es ausrollen würde - 5,41 Meter lang. Zwischen sieben und 15 Kilogramm wiegt eine Basstuba je nach Bauart.

Heute ärgert sich Ruthard Göpfert nicht mehr über Flöten, sondern über das Bild, das das Fernsehen von der Tuba vermittelt. Wer kennt sie nicht, die Volksmusiksendungen, in denen ein Tubaspieler, mit einer Maß Bier auf dem Schoß, die Backen aufbläst und ein tiefes, rhythmisches „Umptata“ erklingen lässt. „Mich haben Leute schon ganz erstaunt gefragt: ,Das kann man studieren?’“, erinnert sich Ruthard Göpfert, bevor er zu einem Plädoyer für sein Instrument ausholt.

Die Tuba ist mit ihren 170 Jahren vergleichsweise jung. Entsprechend taucht sie also in den Notenwerken aus der Zeit davor nicht auf. Doch zum einen gibt es Bearbeitungen älterer Werke für Tuba - beliebt sind zum Beispiel die Cellosonaten von Bach -, zum anderen hat das Instrument bei zeitgenössischen Komponisten - insbesondere in den letzten 15 Jahren in der Konzert- und Sololiteratur - seinen Platz gefunden. Die Tuba ist, wenn auch in ihrem Klang festgelegt auf die Rolle als „Kontrabass der Blechbläser“, so doch durchaus wandlungsfähig in ihrem Ausdruck, und auch was die Virtuosität betrifft, ist laut Ruthard Göpfert alles möglich. In den tiefen Lagen allerdings hat sie ihre Probleme, gibt er zu. Hier sei es schwer, „technisch flink zu spielen“.

Einen „warmen, vollen, weichen Klang“ hat die Tuba in seinen Ohren. Eine „dunkle Färbung“ müsse sie haben, doch „wie beim Sprechen sollten auch alle anderen Farben möglich sein“. Um es zu Virtuosiät auf der Tuba zu bringen, ist - wie bei jedem anderen Instrument - harte Arbeit nötig. Bei Ruthard Göpfert hieß dies: Jahrelanger Unterricht und Mitwirken im Blasorchester seines Heimatortes, zweijährige Ausbildung an der Berufsfachschule für Musik in Bad Königshofen, vierjähriges Studium am Richard-Strauß-Konservatorium in München, dreijähriges Aufbaustudium an der Hochschule für Musik in Frankfurt. In dieser Zeit spielte er unter anderem bei den Münchner Symphonikern, danach am Staatstheater in Stuttgart.

Als Springer bei den Symphonikern und im Opernhaus

Inzwischen hat er als freischaffender Musiker seinen Schwerpunkt in Nürnberg, spielt bei den Nürnberger Symphonikern - wo es allerdings keine feste Planstelle für Tuba gibt -, ist Springer am Opernhaus und spielt manchmal auch in Opernbetrieben und Symphonieorchestern anderer Städte.

Daneben ist er - unter anderem an der Musikschule Stein - Lehrer für Tuba, Bariton, Tenorhorn und Euphonium. 15 Tubaschüler hat er derzeit, im Alter von sieben bis 20 Jahren. Schülerinnen hatte er erst zwei Mal - Tubaspielen ist offenbar eine Männerdomäne. Dies mag mit der Größe des Instruments zusammenhängen. Dabei ist es ein Trugschluss, dass die Spieler ebenso ausladend wie ihr Instrument sein müssen, um besonders kräftig hineinblasen zu können. Denn diese Fähigkeit ist laut Ruthard Göpfert einzig eine Frage der Atemtechnik.

In anderer Hinsicht können die Maße der Tuba allerdings doch problematisch sein: beim Transport. Manche Eltern haben ihr Kind deswegen schon vom Tubaspielen abgehalten. „Um Gottes willen, unser Auto ist zu klein“, heißt es da beispielsweise. Und der Preis - mindestens 2000 Euro für eine Anfängertuba - kann ebenfalls ein Argument dagegen sein. Obwohl hier zumindest die staatlich geförderten Bläserklassen an Schulen, wo man sich dann ein Instrument ausleihen kann, den Einstieg erleichtern.

Quelle: Nürnberger Zeitung vom 09.01.2006, Autorin: Eva Kettler


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